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| Gynäkologie von Fall zu Fall |
| Fall 1 |
| Anamnese |
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Eine 51-jährige Frau stellt sich mit rezidivierenden Schweißausbrüchen und Hitzewallungen sowie Stimmungsschwankungen und leichter Reizbarkeit vor. Sie berichtet über Schlaflosigkeit und einen zunehmend unregelmäßig und länger werdenden menstruellen Zyklus. Bei weiterer Befragung gibt sie ein durch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr bedingtes nachlassendes Interesse an sexueller Aktivität, vaginales „Brennen“ und einen häufigen Harndrang mit Urgekomponente an. Sie ist nicht depressiv, weist keinen ungewollten Gewichtsverlust auf und nimmt keine Medikamente ein. |
| Körperliche Untersuchung |
| T: 36,9 °C RR: 124/87 AF: 12/min. P: 72/min.
Die Patientin wirkt nicht akut krank. Die Untersuchung von Brust, Lunge, Herz, Abdomen und Extremitäten zeigt keine Auffälligkeiten. Hautveränderungen sind nicht sichtbar. Bei der gynäkologischen Untersuchung sind keine Vergrößerungen im Bereich des Uterus und der Adnexe tastbar. Die Spekulumuntersuchung ist schmerzhaft. Die Vaginalhaut imponiert trocken, weißlich und vulnerabel (es blutet an einer kleinen Stelle durch Berührung mit dem Spekulum). Die Labien sind atrophisch. Das (spärlich vorhandene) Vaginalsekret weist einen pH-Wert von 6,0 auf. Im Ausstrich sind wenige epitheliale Zellen, vermehrt Parabasalzellen, einige Leukozyten und keine pathologischen Keime zu sehen.
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| Labor/weitere Untersuchungen |
| Hb: 14 g/dl |
| Leukozyten: 7600/µl |
| Na: 139 mmol/l |
| Creatinin: 1 mg/dl |
| GOT: 12 U/l |
| LH: 130 U/l |
| FSH: 146 U/l |
| Estradiol: 20 pg/ml |
| Urinstatus: Glucose, Protein, Bakterien: alle negativ. Spezifisches Harngewicht normal.
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